Normative Grundlagen der KI-Nutzung
Das St. Galler Management Modell als Referenzrahmen
Der Artikel untersucht, wie Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, effizient und menschzentriert in moderne Managementsysteme integriert werden kann.
Aufbauend auf dem St. Galler Management Modell zeigt der Beitrag, wie Unternehmen die Potenziale von KI nutzen können, ohne die normative Basis von Organisationen (Werte, Kultur, Sinn) zu vernachlässigen.
Wie die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft verändert (2025)
Der Artikel ist im Buch "Wie die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft verändert: Überblick über die theoretischen Grundlagen und Praxisbeispiele entlang von Ökosystemen" im Springer Verlag erschienen und urheberrechtlich geschützt. Diese Seite enthält lediglich einen kurzen Überblick über das Thema.
Das Buch vereint Beiträge renommierter Expertinnen und Experten, die die Geschichte der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie ihre aktuellen und zukünftigen Fähigkeiten, Grenzen und ethischen Herausforderungen verständlich und kritisch beleuchten.
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Herausgeber: Springer
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Seitenzahl: 220 Seiten
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ISBN: 978-3658468385
„Der Artikel untersucht, wie KI in bestehende Managementsytseme eingebunden werden kann, um Effizienz und Präzision zu steigern, während der Mensch weiterhin als zentrale Entscheidungsinstanz agiert."
Der Beitrag zeigt, wie Künstliche Intelligenz (KI) das Management grundlegend verändert und warum normative Grundlagen erforderlich sind, um diese Transformation verantwortungsvoll zu gestalten. Als theoretischer Ausgangspunkt dient das St. Galler Management Modell (SGMM), das Organisationen als dynamische Systeme versteht und Management in drei Ebenen gliedert: normativ, strategisch und operativ. Das Modell bildet den Bezugsrahmen für das Integrierte Managementsystem (IMS), das Managementprozesse ganzheitlich verbindet.
Prof. Dr. Keller betont, dass KI enorme Effizienzpotenziale bietet, etwa durch automatisierte Datenanalysen, Entscheidungsunterstützung, Prozessoptimierung und die Beschleunigung operativer Abläufe. Gleichzeitig zeigt er, dass KI nicht als Ersatz für menschliche Urteilskraft verstanden werden darf. Komplexe Systeme verlangen nach Intuition, ethischer Abwägung und Kommunikationsfähigkeit – Bereiche, in denen menschliches Denken den Algorithmen überlegen bleibt.
Im strategischen Management unterstützt KI die Analyse großer Datenmengen, erkennt Muster und ermöglicht präzisere Prognosen. Dennoch weist Prof. Dr. Keller darauf hin, dass KI‑Systeme vor allem in dynamischen und unvorhersehbaren Situationen an Grenzen stoßen. Sie benötigen menschliche Ergänzung, um kreative Lösungswege zu entwickeln und komplexe Zusammenhänge zu interpretieren.
Auch in der operativen Planung zeigt sich das transformative Potenzial der KI: Automatisierte Prozesse, vorausschauende Wartung, intelligente Lieferkettensteuerung und digitale Zwillinge verbessern Effizienz und Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig müssen Unternehmen sicherstellen, dass Datenqualität, Modelltransparenz und Mitarbeiterkompetenzen (AI Literacy) gewährleistet bleiben.
Auf personalbezogener Ebene, z.B. bei der Stellengestaltung, im Recruiting und in der Arbeitsmethodik, kann KI Profile optimieren, Kandidaten schneller identifizieren und personalisierte Entwicklung ermöglichen. Zugleich besteht die Gefahr algorithmischer Verzerrungen, mangelnder Nachvollziehbarkeit und diskriminierender Entscheidungen. Ethische Leitlinien, menschliche Kontrolle und transparente Systeme sind daher unerlässlich.
Insgesamt zeigt der Artikel, dass KI nur dann ihr volles Potenzial entfalten kann, wenn sie in ein normatives Fundament eingebettet ist. Das SGMM bietet dafür einen robusten Rahmen, der Werte, Kultur und Sinnstiftung in den Mittelpunkt stellt. Die Integration von KI erfordert daher nicht nur technologisches Know‑how, sondern auch Organisationsentwicklung, ethische Sensibilisierung und eine aktive Einbindung der Mitarbeitenden.
„Die Integration von KI im strategischen Management transformiert Entscheidungsprozesse grundlegend, erfordert jedoch Erklärbarkeit, Verantwortung und ethische Reflexion.“
Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag "KI zwischen Technik und Verantwortung. Warum wir Management neu denken müssen."


