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Resiliente Organisation

Resiliente Organisation

Ein Resilienz-Entwicklungsprogramm für alle Mitarbeitenden zur individuellen und organisationalen Stärkung
Kunde

Volksbank Mittweida eG

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Projekt

Ein flächendeckendes Entwicklungsprogramm, das Resilienz als strategischen Erfolgsfaktor in der gesamten Organisation verankert

Zielgruppe

Alle Mitarbeitende und Führungskräfte der Volksbank Mittweida eG

Zeitspanne

Dauer: 2 Jahre
(2024 bis 2026)

Banken stehen heute unter einem Druck, der sich in den letzten Jahren spürbar verdichtet hat. Regulatorik, digitale Transformation, wirtschaftliche Unsicherheiten und veränderte Kundenbedürfnisse fordern Organisationen heraus, die gleichzeitig stabil und anpassungsfähig sein müssen. Die Volksbank Mittweida eG hat diese Spannung früh erkannt und eine klare Antwort darauf gefunden: Resilienz ist kein Soft Skill am Rande, sondern ein strategischer Erfolgsfaktor.

Mit dem Programm „Resiliente Organisation“ hat die Volksbank Mittweida gemeinsam mit KellerPartner ein Entwicklungsprogramm aufgesetzt, das genau dort ansetzt, wo Resilienz entsteht: bei den Menschen. Denn eine Organisation ist nur so widerstandsfähig wie die Einzelnen, die sie tragen. Das Programm verband persönliche Arbeitsmethodik, individuelle Resilienz und achtsame Selbstwahrnehmung zu einem ganzheitlichen Ansatz, der sowohl im Arbeitsalltag als auch in der Zusammenarbeit wirksam wurde.

„Resilienz ist für uns kein Schlagwort und kein Soft-Skill-Thema. Wir verstehen sie als strategischen Erfolgsfaktor für eine zukunftsfähige Organisation; deshalb haben wir gezielt daran gearbeitet, sie bei unseren Mitarbeitenden und Führungskräfte zu stärken. Das Programm hat dazu beigetragen, den Umgang mit Veränderungen und Unsicherheiten bewusster und konstruktiver zu gestalten und die persönliche Handlungsfähigkeit zu stärken. So entsteht eine Organisation, die belastbarer, anpassungs- und lernfähiger auf neue Anforderungen reagieren kann. Das stärkt nicht nur den Einzelnen, sondern die gesamte Volksbank Mittweida eG.“

Leonhard Zintl
Prof. Leonhard ZintlVorstandsvorsitzender, Volksbank Mittweida eG

Das Projektziel

Die Volksbank Mittweida wollte kein einmaliges und losgelöstes Resilienz-Seminar. Das Ziel war ein nachhaltiger Kulturwandel: Mitarbeitende und Führungskräfte sollten konkrete Methoden und Haltungen entwickeln, die ihnen helfen, fokussierter zu arbeiten, mit Belastung konstruktiver umzugehen und ihre eigene Wirksamkeit im Alltag zu erhöhen.

Dabei ging es parallel um zwei Ebenen: die individuelle Stärke jedes Einzelnen und die kollektive Widerstandskraft der gesamten Organisation. Resilienz sollte nicht als persönliche Eigenschaft verstanden werden, die man entweder hat oder nicht hat, sondern als Fähigkeit, die man gezielt aufbauen und weiterentwickeln kann.

Die Vorgehensweise

Das Entwicklungsprogramm „Resiliente Organisation“ war in zwei aufeinander aufbauende Module gegliedert, die jeweils als zweitägige Präsenzveranstaltung durchgeführt wurden. Beide Module waren in einen strukturierten Lernpfad eingebettet: eLearning-Module bereiteten die Präsenztage vor und sicherten den Transfer danach.

Die Teilnehmenden arbeiteten mit individuellen Maßnahmenplänen und reflektierten, welche Inhalte für ihre konkrete Rolle und Alltagssituation am relevantesten waren. Ergänzend wurden Lernpartnerschaften angeboten, die den Austausch über Umsetzungserfahrungen und die gegenseitige Unterstützung im Transfer fördern sollten. Es gab keine Einheitslösung, sondern eine Anpassung der Methoden an Persönlichkeit, Arbeitsweise und Kontext.

Modul I:
Persönliche Arbeitsmethodik

Das erste Modul setzte bei einer grundlegenden Frage an: Wie kann ich meine eigene Wirksamkeit im Arbeitsalltag erhöhen? Die Teilnehmenden analysierten ihre Zeitpersönlichkeit, klärten ihre Ziele in verschiedenen Lebensbereichen und lernten, ihre Arbeit besser zu strukturieren. Themen wie Deep Work und Shallow Work, individuelle Leistungskurven, Wochenplanung und eine wasserdichte Wiedervorlagesystematik halfen dabei, Ablenkungen zu reduzieren, Prioritäten bewusster zu setzen und konkrete Arbeitsroutinen aufzubauen. Auch die Meetingkultur und der Umgang mit Zeitfressern in der Volksbank Mittweida wurden direkt im Workshop bearbeitet.

 
Modul II:
Resilienz & Achtsamkeit

Das zweite Modul ging tiefer: Es ging um Belastbarkeit, Selbstregulation und den Umgang mit innerem Druck. Die Teilnehmenden lernten die sieben Resilienzfelder kennen, reflektierten herausfordernde Situationen aus ihrem eigenen Alltag und arbeiteten mit konkreten Techniken zur Stärkung ihrer körperlichen, mentalen und emotionalen Widerstandskraft. Atemübungen, Kälteanwendung, Walk and Talk, die Arbeit mit inneren Antreibern und negativen Glaubenssätzen sowie kollegiale Fallberatung waren Teil des Programms. Ein besonderer Fokus lag auf dem inneren Beobachter und dem Circle of Influence, also der Fähigkeit, zwischen dem zu unterscheiden, was man beeinflussen kann, und dem, was man loslassen darf.

 
Außerdem:
Ausbildung von Resilienzbegleitern

Zusätzlich wurden elf interne Resilienzbegleiter ausgebildet, die als Multiplikatoren fungierten und ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Anwendung der erlernten Methoden unterstützen sollen. In fünf aufeinander aufbauenden Modulen erweiterten sie ihre Kompetenzen in Achtsamkeit, Coachingmethodik, persönlicher Arbeitsorganisation und systemischer Gesprächsführung. Sie sind ein entscheidender Hebel zur Überwindung von Umsetzungshindernissen und eine wichtige Säule für nachhaltigen Wandel aus dem Inneren der Organisation heraus.

 

„Mit dem Programm wollten wir unseren Mitarbeitenden Rahmenbedingungen geben, ihre Resilienz zu stärken. Der Vorstand hat dieses Thema von Beginn an unterstützt und gefördert. Das hat viel ermöglicht. Die Kollegen haben das Angebot offen und aufgeschlossen angenommen. Und wir wissen: Neue Gewohnheiten brauchen Zeit und immer wieder Impulse. Aber wir sind auf einem guten Weg.“

Kathrin Droste
Kathrin DrosteBereichsleiterin Organisationsentwicklung, Volksbank Mittweida eG

Die Ergebnisse

Für die Volksbank Mittweida war das Programm mehr als Weiterbildung: Es war ein strategischer Baustein, um als Organisation auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig, anpassungsfähig und zukunftsorientiert zu bleiben, denn es schuf einen gemeinsamen Reflexionsraum. Mitarbeitende und Führungskräfte sprachen über Arbeitsweise, Resilienz, Selbstführung und die Rahmenbedingungen, die ihren Alltag prägen. Das allein war bereits ein Gewinn.

Darüber hinaus nahmen die Teilnehmenden konkrete Methoden und Routinen mit, die im Alltag funktionieren: eine strukturiertere Wochenplanung, ein klarerer Umgang mit Prioritäten, Techniken zur Stressregulation und ein bewussterer Blick auf die eigenen Ressourcen.

Auf Teamebene stärkte das Programm das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit: Die bestehenden Spielregeln zu Kommunikation, einheitlichem Einsatz von Kollaborationstools und Aufgabenmanagement wurden gemeinsam konkretisiert, sodass ein abgestimmtes Vorgehen und eine konsistente Anwendung im Arbeitsalltag entstehen konnten. Teams, die auch in herausfordernden Zeiten aufeinander zählen können, bleiben handlungsfähig und lösungsorientiert – das war eine der zentralen Erfahrungen aus dem Programm.

Die elf ausgebildeten internen Resilienzbegleiter sorgen nun dafür, dass das Gelernte nicht nach dem Workshop endete, sondern im Arbeitsalltag lebendig bleibt.

 

Das Programm in der Fachpresse

Das Programm „Resiliente Organisation" hat nicht nur intern Wirkung gezeigt, sondern auch in der Presse Aufmerksamkeit gefunden. Gleich zweimal war es Thema in der BankInformation – dem Leitmedium der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

In der Ausgabe 06/2025 erschien ein Titelthema zur organisationalen Resilienz, das die Volksbank Mittweida als Praxisbeispiel in den Mittelpunkt stellt. Prof. Leonhard Zintl (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittweida eG) und Prof. Dr. Daniel Keller (KellerPartner GmbH) beschreiben darin, wie Resilienz als strategischer Erfolgsfaktor definiert und systematisch weiterentwickelt werden kann und welche Rolle das Programm „Resiliente Organisation" dabei spielt.

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In der Ausgabe 12/2025 vertiefte Kathrin Droste (Bereichsleiterin Organisationsentwicklung, Volksbank Mittweida eG) gemeinsam mit Alexander Noß (KellerPartner GmbH) den Blick auf die praktische Umsetzung: Wie wirkt Resilienz auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene zusammen? Und was braucht es, damit aus einem Programm eine gelebte Haltung wird?

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