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Der Wandel beginnt im Cockpit

Der Wandel beginnt im Cockpit

Prof. Dr. Daniel Keller & Jörg Biethan
Juni 2024
BankInformation

ZUM ARTIKEL

Wie gelingt es einer wachsenden Bank, ihre Führungskräfte fit für den Wandel zu machen und dabei eine gemeinsame Kultur zu schaffen, die wirklich trägt?

Diese Frage stellen Jörg Biethan und Prof. Dr. Daniel Keller in ihrem Beitrag, erschienen in der BankInformation. Am Beispiel der Hannoverschen Volksbank zeigen sie, wie ein gemeinsam entwickeltes, maßgeschneidertes Führungskräfteentwicklungsprogramm nicht nur Kompetenzen stärkt, sondern eine ganze Organisation in Bewegung bringt.

Im Mittelpunkt steht das Programm „ProFI 2.0", das 60 Führungskräfte – vom Vorstand bis zur Abteilungsleitungüber – über neun Module hinweg begleitete. Der Artikel beleuchtet, wie Selbstführung, Menschenführung und Unternehmensführung als aufeinander aufbauende Lernebenen ineinandergreifen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Frage, wie Lernen nachhaltig wirksam wird, jenseits einmaliger Seminare und hin zu echtem Wandel im Führungsalltag. Denn Entwicklung, die wirklich wirkt, endet nicht mit dem letzten Modultag.

Hinweis: Der Artikel ist in der BankInformation (Ausgabe 06/2024) erschienen und urheberrechtlich geschützt. Diese Seite enthält lediglich einen kurzen Überblick über das Thema.

„Führungskräfteentwicklung wirkt nur dann nachhaltig, wenn sie nicht beim Wissen endet, sondern beim Handeln beginnt. ProFI 2.0 war ein Programm, das Menschen nicht nur von der Selbstreflexion bis zur strategischen Unternehmensführung geschult, sondern wirklich bewegt hat.“

Daniel Keller
Prof. Dr. Daniel KellerCEO & Experte für Strategie und Transformation

ZUSAMMENFASSUNG

Wachstum ist eine gute Nachricht, aber es stellt Organisationen vor Fragen, die sich nicht von selbst beantworten:

  • Wie führt man Menschen durch Veränderung, wenn man selbst mitten drin steckt?

  • Wie entsteht eine gemeinsame Führungskultur in einer Bank, die größer und komplexer wird?

  • Und was braucht es wirklich, damit Entwicklung nicht bei Wissen bleibt, sondern im Alltag ankommt?

Genau diesen Fragen geht der Artikel nach und beschreibt ein Entwicklungsprojekt, das weniger auf theoretischen Modellen basiert als auf echter Umsetzungserfahrung. Die Hannoversche Volksbank hat gemeinsam mit KellerPartner ein mehrjähriges Programm entwickelt, das rund 60 Führungskräfte aller Ebenen einschloss. Der Ansatz war bewusst breit angelegt: von der persönlichen Arbeitsmethodik bis hin zu strategischem Denken, von Resilienz bis zu Change-Kommunikation. Besonders bemerkenswert: Der Vorstand war nicht nur Sponsor, sondern Teilnehmender und setzte damit ein klares Zeichen für gelebte Führung.

Der Artikel zeigt detailliert, wie die Inhalte ausgewählt und kombiniert wurden und warum klassische Führungsthemen heute nicht mehr getrennt voneinander funktionieren. Resilienz und Selbstführung stehen nicht zufällig auf einer Ebene mit Strategie und Kommunikation, sondern ergänzen sich. Denn wer seine eigene Belastbarkeit nicht steuern kann, verliert schnell die Fähigkeit, andere wirksam durch komplexe Situationen zu führen. Und wer Veränderung nicht klar und konsistent kommuniziert, erzeugt Widerstände, unabhängig davon, wie ausgereift die Strategie ist.

Besonders wertvoll ist die Beschreibung der Lernarchitektur: eine Kombination aus Präsenzformaten, digitalen Modulen, Transferbausteinen und begleitenden Coachings. Statt einmalige Impulse zu setzen, verfolgt das Programm einen kontinuierlichen Lernprozess, der Schritt für Schritt in die Praxis überführt wird. Der Beitrag zeigt, wie eine solche Architektur aussehen kann, wenn sie nicht nur Wissen vermittelt, sondern Verhalten nachhaltig verändert.

Der Artikel benennt offen, was Transformation fordert: Zeit, Ausdauer, Vertrauen und die Bereitschaft, bei der eigenen Rolle zu beginnen. Die beschriebenen Ergebnisse – eine verbesserte Vernetzung, kürzere Entscheidungswege, mehr Klarheit in der Führung und ein gemeinsames Verständnis von Strategie und Kultur – wirken genau deshalb glaubwürdig. Sie sind kein Schnellresultat, sondern das Ergebnis eines langfristigen, manchmal anstrengenden, aber konsequenten Prozesses.

Für alle, die verstehen wollen, wie nachhaltige Führungskräfteentwicklung im Alltag funktioniert, bietet der Artikel einen sehr konkreten Einblick. Nicht als theoretisches Konzept, sondern als gelebte Erfahrung, aus der andere Organisationen unmittelbar lernen können.

 

„Mit ProFi 2.0 haben wir nicht nur Kompetenzen entwickelt, sondern eine gemeinsame Führungskultur geschaffen, die unsere Bank nachhaltig gestärkt hat und auf die sich alle Führungskräfte auch heute noch beziehen können.“

Jörg Biethan
Jörg Biethanehem. Bereichsleiter Personalmanagement, Hannoversche Volksbank eG

BankInformation (Ausgabe 06/2024)

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