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Organisationale_Resilienz

Stürmische Zeiten erfordern starke Fundamente

Prof. Dr. Daniel Keller & Prof. Leonhard Zintl
Juni 2025
BankInformation

ZUM ARTIKEL

Wie können Banken in stürmischen Zeiten stark und handlungsfähig bleiben?

Mit dieser Frage befassen sich Prof. Dr. Daniel Keller und Prof. Leonhard Zintl in ihrem Artikel, erschienen in der BankInformation. Im Fokus steht die Volksbank Mittweida als Praxisbeispiel dafür, wie organisationale Resilienz systematisch als strategischer Erfolgsfaktor aufgebaut werden kann. Die Autoren zeigen, dass Resilienz weit über klassisches Krisenmanagement hinausgeht. Sie ist die Fähigkeit, Veränderungen aktiv für die eigene Weiterentwicklung zu nutzen.

Der Artikel beleuchtet vier zentrale Handlungsfelder: vorausschauendes Denken, Adaptivität, Teamorientierung und individuelle Stärke. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Integrierten Managementsystem (IMS) als strukturiertem Rahmen zur nachhaltigen Organisationsentwicklung. Zudem werden regulatorische Anforderungen wie DORA und CRR III in den Kontext organisationaler Resilienz eingebettet. Der Beitrag richtet sich an Bankmanager, Führungskräfte und alle, die Zukunftsfähigkeit nicht dem Zufall überlassen wollen.

Hinweis: Der Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Diese Seite enthält lediglich einen kurzen Überblick über das Thema.

“Resilienz ist kein bloßer Schutzmechanismus, sondern ein strategischer Hebel. Organisationen, die Krisen nicht nur überstehen, sondern aus ihnen lernen und Wettbewerbsvorteile generieren, haben die entscheidende Fähigkeit entwickelt, sich durch Herausforderungen gezielt weiterzuentwickeln.”
Daniel Keller
Prof. Dr. Daniel KellerCEO & Experte für Strategie & Transformation

ZUSAMMENFASSUNG

Stürmische Zeiten brauchen starke Fundamente. Doch was bedeutet das konkret für eine Bank, die täglich zwischen Regulatorik, digitalem Wandel und wachsenden Kundenerwartungen navigiert? Dieser Artikel liefert keine abstrakten Antworten, sondern zeigt anhand der Volksbank Mittweida, wie organisationale Resilienz vom Schlagwort zur gelebten Praxis wird.

Im Mittelpunkt steht eine zentrale Erkenntnis: Widerstandskraft ist keine Frage des Glücks, sondern des Systems. Resiliente Organisationen warten nicht auf Krisen, sondern bauen kontinuierlich die Strukturen, Kulturen und Kompetenzen auf, die ihnen in turbulenten Momenten Stabilität und Handlungsfähigkeit sichern. Das klingt nach großer Strategie – und ist es auch. Aber es beginnt immer im Kleinen: Mit einer Führungskraft, die zuhört, mit einem Team, das offen über Fehler spricht, und mit einer Organisation, die Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Einladung zur Weiterentwicklung begreift.

Vier Handlungsfelder bilden dabei das Gerüst: vorausschauendes Denken, adaptive Strukturen, starke Teams und die persönliche Widerstandskraft jedes einzelnen Mitarbeitenden. Keines dieser Felder steht für sich allein. Sie greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Wer Märkte frühzeitig beobachtet, kann flexibel reagieren. Wer flexible Strukturen hat, gibt Teams den Raum, kreativ zu sein. Wer Teams stärkt, stärkt Menschen. Und wer Menschen stärkt, stärkt die gesamte Organisation. So entsteht Resilienz nicht als einmaliges Projekt, sondern als lebendiger, sich selbst tragender Prozess.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Volksbank Mittweida. Mit einem Integrierten Managementsystem, das nicht nur Prozesse steuert, sondern interne Wechselwirkungen sichtbar macht und Risiken frühzeitig erkennt, schafft die Bank einen strukturierten Rahmen für nachhaltige Organisationsentwicklung. Dabei wird nicht nur die Organisation als Ganzes betrachtet, sondern auch die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und die Stärke der Führungsstrukturen. Denn wo Abstimmung fehlt und Führungskräfte auf Veränderung nicht vorbereitet sind, entstehen Lücken, die die gesamte Handlungsfähigkeit gefährden können. Ergänzt wird dieser strukturelle Ansatz durch ein bereichsübergreifendes Abteilungsfeedback, das als institutionalisiertes Frühwarnsystem funktioniert. Die Ergebnisse werden nicht in Schubladen abgelegt, sondern offen im Team besprochen. Führungskräfte nutzen sie, um Konflikte zu moderieren, Verbesserungspotenziale anzugehen und eine Kultur der offenen Kommunikation zu stärken. Das ist kein einmaliger Impuls, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess.

Was den Ansatz der Volksbank Mittweida besonders macht, ist die Verbindung von strategischer Konsequenz und menschlicher Wärme. Resilienz wird hier nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam gestaltet – im Sinne genossenschaftlicher Werte, die Mitbestimmung, Solidarität und gemeinschaftliche Verantwortung nicht als Rhetorik verstehen, sondern als gelebten Alltag. In einer Welt, in der Stabilität kein verlässlicher Zustand mehr ist, wird genau das zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil: eine Organisation, die nicht nur funktioniert, sondern zusammenhält.

Wer verstehen will, wie eine Bank in unsicheren Zeiten nicht nur überlebt, sondern gestärkt aus ihnen hervorgeht und wer konkrete Impulse für die eigene Organisationsentwicklung sucht, für den ist dieser Artikel ein Muss.

Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag "Organisationale Resilienz: Krisen bewältigen, Chancen meistern"

Organisationale Resilienz
“Die Volksbank Mittweida hat Resilienz als strategischen Erfolgsfaktor definiert. Unser Ziel ist nicht die bloße Wiederherstellung von Stabilität nach einer Krise – sondern eine strategische Resilienz, die unsere Organisation kontinuierlich stärkt und uns auch in stürmischen Zeiten handlungsfähig hält.”
Zintl_Leonhard
Prof. Leonhard ZintlVorstand, Volksbank Mittweida eG