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e-Learning
Katharina Wildfeuer29.8.2025

e-Learning in Organisationen

Wenn, dann wirksam 

 

Hören statt lesen: Der Blog-Beitrag als Audio
7:14

 

Liebe Leserinnen und Leser,

digitale Lernformate sind aus der modernen Weiterbildung heute nicht mehr wegzudenken. Kaum eine Organisation kann es sich leisten, nicht zumindest Teile ihres Weiterbildungsangebots zu digitalisieren. Doch zwischen „einfach verfügbar“ und „wirklich nachhaltig wirksam“ klafft häufig eine große Lücke.

„Macht e-Learning für unsere Organisation überhaupt Sinn?“ 

Diese Frage begegnet mir immer wieder in Gesprächen mit Führungskräften und Personalentwicklern. Die Antwort darauf ist selten schwarz oder weiß, denn e-Learning funktioniert nicht per se. Vielmehr kommt es auf die richtigen Rahmenbedingungen an.

Viele Organisationen setzen auf e-Learning, weil es flexibel, skalierbar und oft auch kostengünstig(er) ist. Aber entscheidend ist, wie gut das digitale Format zur jeweiligen Lernzielsetzung, zur Zielgruppe und zur Kultur der Organisation passt. Nur wenn all diese Faktoren stimmen, wird e-Learning nicht nur ein reiner Informationskanal, sondern ein echter Motor für individuelle und organisationale Entwicklung.

Ein großer Vorteil von e-Learning zeigt sich besonders im oft stressigen Arbeitsalltag: Zeit ist ein knappes Gut. Präsenzseminare, die mehrere Tage in Anspruch nehmen, sind nur schwer zu stemmen, wenn der Kalender mit Projekten, Meetings und Abstimmungen überquillt.

Hier kann e-Learning seine Stärken ausspielen: Es ermöglicht Lernen genau dann, wenn der Kopf frei und Zeit da ist. Dabei bestimmt jeder das Tempo selbst. Visuelle Lerner freuen sich über Videos und Infografiken, analytische Typen bevorzugen Texte und Reflexionsfragen. Und ganz ohne Zeitdruck kann man Inhalte so oft wiederholen, bis sie wirklich sitzen. Für Menschen, die ihre Entwicklung selbst in die Hand nehmen wollen, ist das ein echter Mehrwert. Wenn zudem die Organisation eine Kultur des selbstbestimmten Lernens fördert, kann diese Flexibilität ein wichtiger Hebel für nachhaltige Weiterentwicklung sein.


Wenn es auf Einheitlichkeit und Reichweite ankommt: Die Stärken von e-Learning

Flexibilität ist zwar ein großer Pluspunkt, aber manchmal steht ein ganz anderes Ziel im Vordergrund: Einheitlichkeit im Wissen. Gerade bei sensiblen oder unternehmensweiten Themen wie Führungsleitlinien, Feedbackregeln oder rechtlichen Grundlagen ist es entscheidend, dass alle Mitarbeitenden denselben Wissensstand haben, egal, ob sie seit Jahren dabei oder frisch an Bord gekommen sind. e-Learning gewährleistet diese Gleichheit in der Vermittlung. Jede Person erhält dieselbe Botschaft, ohne dass Interpretationen oder unterschiedliche Trainerpersönlichkeiten die Inhalte verwässern.

Und wenn es darum geht, große Zielgruppen zu erreichen, zeigt e-Learning seine organisatorische Schlagkraft. Präsenzveranstaltungen stoßen schnell an Grenzen, etwa durch verschiedene Standorte, vollgepackte Kalender oder schlicht begrenzte Trainerressourcen. Ein gut entwickeltes e-Learning-Modul wird einmal erstellt und kann dann beliebig oft genutzt werden, ohne zusätzliche Reisekosten oder aufwendige Terminabsprachen. Das macht es zum idealen Instrument für unternehmensweite Initiativen, die Wissen skalieren und verlässlich vermitteln müssen.

Doch nachhaltiges Lernen entsteht selten durch einmaliges Durchklicken. Hier kann e-Learning mit kurzen, modularen Einheiten punkten, die jederzeit wiederholbar sind. Gerade komplexe Inhalte profitieren davon, wenn sie punktgenau im Alltag wieder aufgerufen und vertieft werden können. Interaktive Elemente erhöhen die Wirksamkeit zusätzlich.


Blended Learning bei Führungsthemen: Die Kombination macht’s

Was aber macht e-Learning besonders in Führungsthemen wirklich wirkungsvoll? Ganz klar: die Kombination mit analogen Formaten, also Blended Learning. Bei KellerPartner setzen wir genau darauf und verbinden unsere Workshops, Coachings und Seminare mit unseren digitalen Lernmodulen. Sie sind so konzipiert und gestaltet, dass sie die Vermittlung von Grundlagen übernehmen, die Teilnehmende vor einem Präsenzworkshop selbstständig erarbeiten. Die gemeinsame Zeit in der Veranstaltung wird dann für den Dialog, den Erfahrungsaustausch und die Bearbeitung konkreter Fragestellungen aus dem eigenen Arbeitsalltag genutzt.

Ein anschauliches Beispiel aus unserem Angebot: In einem Führungskräfteprogramm starten die Teilnehmenden mit dem e-Learning-Modul „Arbeiten und Führen von Zuhause“. Dieses Modul vermittelt die theoretischen Grundlagen, Konzepte und Methoden. Im anschließenden Präsenzworkshop stehen dann der Austausch, das Erarbeiten konkreter Lösungsansätze für die eigene Organisation und das gemeinsame Reflektieren im Fokus. Diese Kombination macht das Lernen wirksamer und nachhaltiger, denn sie verbindet digitale Flexibilität mit persönlicher Begegnung und direktem Feedback.


Die Herausforderungen digitaler Lernformate

Natürlich gibt es auch Herausforderungen und Grenzen beim e-Learning, die man nicht außer Acht lassen sollte. Nicht jeder Mensch lernt gleich gut über digitale Kanäle, manche vermissen den persönlichen Austausch oder die unmittelbare Unterstützung bei Fragen. Zwischenmenschliche Dynamiken, der Aufbau von Vertrauen und das Erleben von Emotionen lassen sich schwer über eine Bildschirmoberfläche vermitteln. Gerade bei Themen wie Führung, Konfliktmanagement oder Kommunikation ist die persönliche Begegnung oft unverzichtbar.

Auch der Kontext spielt eine entscheidende Rolle: Standardisierte e-Learning-Module können selten die individuellen Herausforderungen und Besonderheiten einer Organisation vollständig abbilden. Ein kleines, agiles Team hat ganz andere Bedürfnisse als eine große, hierarchisch strukturierte Organisation. Deshalb sind Lerninhalte in der Regel eher allgemein gehalten und bieten einen übergeordneten Rahmen.

Um diesem Spannungsfeld gerecht zu werden, bieten wir neben unseren bewährten e-Learning-Modulen (die Übersicht finden Sie in unserem digitalen e-Learning-Katalog) auch kundenindividuelle Anpassungen an. Dabei geht es nicht nur darum, das Corporate Design oder das Kundenlogo einbinden zu können, sondern auch die Möglichkeit zu haben, spezifische Inhalte und Beispiele zu integrieren, die genau auf die jeweilige Organisationsrealität zugeschnitten sind.

Und nicht zuletzt spielt die Lernkultur der Organisation eine zentrale Rolle: Selbst das beste e-Learning bringt wenig, wenn Weiterbildung intern nicht ernst genommen wird und die Teilnehmenden lediglich „durchklicken“, um das Modul abzuschließen. Eine offene Haltung gegenüber kontinuierlichem Lernen, die Förderung von Reflexion und der aktive Austausch sind entscheidend, damit digitale Lernformate ihr volles Potenzial entfalten können. Nur in einem solchen Umfeld wird e-Learning zu einem echten Motor für individuelle und organisationale Entwicklung. Lesen Sie gerne mehr dazu im Blogbeitrag „Lernen braucht Führung“ von Prof. Dr. Daniel Keller.

Wenn Sie neugierig sind, wie wir bei KellerPartner diesen Ansatz praktisch umsetzen und wie unsere eAcademy Sie dabei unterstützen kann, freue ich mich, wenn Sie mich unter kw@keller-partner.de kontaktieren.

Denn Lernen lohnt sich, besonders, wenn es wirkt.

Ihre Katharina Wildfeuer

 

Die KellerPartner eAcademy

Entdecken Sie unsere e-Learning-Module in unserem digitalen Katalog und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten mit KellerPartner.

 

Bildquelle: Foto von KellerPartner

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Katharina Wildfeuer

Ich bin Manager Learning & Development bei KellerPartner und verantwortet den Aufbau unseres eLearning- und Mobile-Learning-Systems sowie sämtliche Bereiche des Wissensmanagements. Mein Studium der Volkswirtschaftslehre (Bachelor und Master) an der Universität Bonn bildet dabei die fachliche Grundlage meiner Arbeit.

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